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Alfons Lammers
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TV-Empfang

Der Anblick der Fernsehecke in den deutschen Wohnzimmern hat sich im Laufe der letzten Jahre verändert: Die klobigen Röhrenfernseher wurden in der Mehrzahl der Haushalte längst durch moderne Flachbildfernseher ersetzt.

Mit diesem Wandel geht in der Regel der Wechsel vom analogen hin zum digitalen Fernsehempfang einher. Gab es früher oft nur die Auswahl zwischen Satellit und Kabel als Empfangsart, droht der interessierte Verbraucher heutzutage vom Fachmann mit Fachwörtern wie DVB-S, Receiver oder Set-Top-Box erschlagen zu werden.

Die Abkürzung DVB (Digital Video Broadcasting – frei übersetzt digitale Fernsehübertragung) bezeichnet ein standardisiertes Verfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten. Im Vergleich zur analogen Fernsehübertragung können - vereinfacht ausgedrückt - mehr Programme pro Sendefrequenz bei gleichzeitig besserer Qualität übertragen werden.

Der Abkürzung wird meist ein weiterer Buchstabe hinten angestellt, der die Empfangsart angibt: C für Kabel (Cable), S für Satellit (Satellite) und T für Antennenfernsehen (Terrestrial).


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Mit den folgenden Informationen gehen wir ins Detail.

Sat-TV: Programmvielfalt ohne laufende Kosten

DVB-S: Empfang per Satellit

Der Volksmund würde "SAT-Anlage" dazu sagen, der Experte bezeichnet diese Technik mit DVB-S und meint die digitale Empfangstechnik mit einer Satellitenschüssel.

Der digitale Satellitenempfang bietet zwei große Vorteile. Zum einen die enorme Programmvielfalt: Abhängig davon, auf welchen Satelliten der Spiegel - so nennt der Fachmann die Schüssel - ausgerichtet ist, sind mehrere hundert Sender zu empfangen. Bei den bei uns in Deutschland gängigen Satelliten ASTRA und EUTELSAT sind dies beispielsweise um die 500 TV- und Radioprogramme.

Der andere Vorteil ist die Möglichkeit, mit einem geeigneten Empfangsgerät auch HDTV-Sender (High Definition Television) empfangen zu können. Bei diesem Fernsehstandard werden deutlich mehr Bildinformationen übertragen, dadurch wirkt das Bild auf einem Flachbildfernseher detailreicher.

Benötigte Ausstattung

Für den Empfang von DVB-S-Signalen wird eine digitaltaugliche Sat-Anlage benötigt. Solch ein System besteht aus einem Sat-Spiegel, der auf dem Spiegel montierten Empfangseinheit (Fachbegriff: LNB) sowie einem Multischalter, falls mehr als 8 Teilnehmer bedient werden sollen.

Darüber hinaus benötigt jeder Teilnehmer ein passendes Empfangsgerät. Einige Flachbildfernseher haben diesen "DVB-S-Tuner" schon fest verbaut. Wenn das nicht der Fall ist, muss jeweils ein Satellitenreceiver als zusätzliches Gerät mit dem Fernseher verbunden werden.

Vorteile

  • ca. 500 TV- und Radioprogramme
  • HTDV Empfang ist möglich
  • keine monatlichen Kosten

Nachteile

  • Falls nicht im Fernseher integriert: je ein Receiver pro Fernsehgerät notwendig
  • Installation eines Satellitenspiegels nötig
  • bedingte Störanfälligkeit z.B. bei Gewitter oder starkem Schneefall
Kabel: Digitales Fernsehen mit geringen Anschaffungskosten

DVB-C: Empfang per Kabel

Um digitales Kabelfernsehen empfangen zu können, ist ein Vertrag mit einem der vier großen Kabelnetzanbieter nötig. Dies sind Kabel Deutschland, Unitymedia, Kabel BW und Tele Columbus.

Je nach Anbieter werden bis zu 250 digitale Sender in normaler Qualität (SDTV– Standard Definition Television) und zusätzliche einige hochauflösende HDTV-Sender in das Kabelnetz eingespeist.

Seinen größten Vorteil spielt DVB-C bereits zu Beginn aus: Die geringen Anschaffungskosten lassen diese Empfangsart insbesondere zum Zeitpunkt der Installation als attraktiv erscheinen. Es gilt jedoch zu beachten, dass dem monatliche Vertragsgebühren gegenüberstehen.

Benötigte Ausstattung

Für den Empfang von DVB-C benötigt jeder Teilnehmer ein passendes Empfangsgerät. Einige Flachbildfernseher haben dieses, oftmals als DVB-C-Tuner bezeichnet, schon fest verbaut. Wenn das nicht der Fall ist, muss jeweils ein DVB-C-Receiver als zusätzliches Gerät mit dem Fernseher verbunden werden.

Vorteile

  • geringe Anschaffungskosten
  • HTDV Empfang ist möglich, auch wenn oft weniger Sender als per Sat-Empfang verfügbar sind
  • immer mehr moderne Fernseher haben einen DVB-C-Receiver integriert

Nachteile

  • monatliche Kosten
  • Falls nicht im Fernseher integriert: Benötigt je Empfangsgerät einen Receiver, eine sogenannte "Set-Top-Box"
DVB-T: Überall-Fernsehen auch für Zuhause

DVB-T: Empfang per Antenne

Haben Sie schon mal den Begriff "Überall-Fernsehen" gehört? Gemeint ist hiermit nichts anderes als DVB-T.

Mit der sehr guten Netzabdeckung (siehe www.ueberallfernsehen.de) ermöglicht diese Technik den Fernsehempfang an jedem Ort: Zu Hause, auf dem Campingplatz, im Auto, im Urlaub und an vielen weitere Orten.

Von Vorteil sind die geringen Anschaffungskosten: Mit wenig Aufwand lässt sich Fernsehen in digitaler Qualität empfangen. Ein großer Nachteil ist das geringe Programmangebot, zudem ist der Empfang von hochauflösenden HDTV-Sendern erst mit dem kommenden Standard DVB-T2 möglich. Dieser wird aktuell getestet und startet in Deutschland sukzessive im Laufe des Jahres.

Benötigte Ausstattung

Für den Empfang von DVB-T benötigt jeder Teilnehmer ein passendes Empfangsgerät. Einige Flachbildfernseher haben dieses, oftmals als DVB-T-Tuner bezeichnet, schon fest verbaut. Wenn das nicht der Fall ist, muss jeweils ein DVB-T-Receiver als zusätzliches Gerät mit dem Fernseher verbunden werden.

Zusätzlich wird eine Antenne benötigt. Die Wohnlage - genauer gesagt die Entfernung zur Sendeanlage - entscheidet darüber, ob eine Zimmerantenne oder eine Dachantenne vonnöten ist.

Vorteile

  • geringe Anschaffungskosten
  • immer mehr moderne Fernseher haben einen DVB-T-Receiver integriert
  • keine monatlichen Kosten

Nachteile

  • bedingte Programmauswahl (öffentlich rechtliche und einige Privatsender)
  • HDTV-Empfang derzeit nicht möglich
  • Falls nicht im Fernseher integriert: ein DVB-T Empfangsmodul (DVB-T Receiver bzw. "Set-Top-Box") je Empfangsgerät nötig

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